Glasgow und ein letzter Blick aufs Meer -SCO 2015

Wir fuhren noch geschwind zur Bridge over the Atlantik ein wirklich großer Name für eine winzige Brücke. Diese führte auf die noch winzigere Insel Seil. Auf der war es auch nach dem Verbot das tragen von Kilts erlaubt.  Deshalb kamen damals viele Highlander hierher um sich mal wieder standesgemäß anzuziehen und kräftig auf dem Dudelsack zu spielen. Jedem das Seine würde ich sagen.

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Uns trieb es in die Zivilisation. Naha eigentlich nicht wirklich aber wir mussten noch ein paar Mitbringsel besorgen und da wir schon mal in der Nähe waren beschlossen wir Glasgow einen Besuch abzustatten. Vorher ging es noch an den Loch Lomond wo wir einen Campingplatz aufsuchten. Leider regnete es unentwegt deshalb gibt es vom Lieblingssee der Schotten keine wirklich aussagekräftigen Bilder.

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Das Wetter am nächsten Tag war besser und so stand dem City Trip nichts mehr im Wege. So hässlich ist Glasgow garnicht. Es kann mit Edinburgh zwar nicht mithalten aber wenn man in der Nähe ist sollte man es schon besuchen.

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Ich wollte dem Meer noch Lebe wohl! sagen, deshalb ging es von Glasgow nach Ayr. Dort hätte man bei gutem Wetter eine schöne  Sicht auf die Insel Arran (Schottland in Miniaturformat) gehabt aber leider ear uns das nicht vergönnt. Das Meer war dennoch schön anzusehen.

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Die Nacht blieben wir in Ayr. Der nächste Tag sollte der letzte Tag der Fahrerei werden. Wir fuhren über die Lowlands an Gretna Green vorbei (der Hochzeitsstadt) über die Grenze nach England. Somit war das Abenteuer Schottland endgültig vorbei. Traurig ist das schon immer, wobei irgendwie freu ich mich auch aufs Nachhause kommen.  Die Eindrücke und Erlebnisse bleiben einem ja. Als letzen Eindruck ließen wir noch Hadrians Wall auf uns wirken.

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Und somit endet mein Reisebericht. Morgen geht es nach Newcastle upon Tyne und somit zur Fähre die uns zurück nach Amsterdam bringt. Der Urlaub war wirklich sehr schön. Das Land bezaubernd seine Einwohner durchgehend freundlich. Wer sich für einen Camping Urlaub im Wohnmobil entscheidet dem lege ich den Camping Caravan Club ans Herz. Die Anlagen waren allesamt sehr schön und preislich auch in Ordnung.

Wer eine Affinität für Schlösser und Burgen hat ist hier richtig den die gibt es zu Hauf. Ein Scotland Traveller Pass lässt einen wirklich Geld sparen und die Leute an den Sehenswürdigkeiten sind immer ganz aus dem Häuschen wenn man diesen vorzeigt. Einkaufen empfehle ich euch in einem Marks&Spencer das ist eine Kette in der ausschließlich Organic Food angeboten wird. Ist zwar teurer aber das sollte es einem wert sein. Und Leute noch ein Tip: wenn da steht Caution! Very hot water! Dann ist das auch very very very hot!!!!!!!

Ich hoffe dem ein oder anderem konnte ich mit meinem Bericht ein paar Tipps auf dem Weg geben. Ich werde bestimmt wieder mal einen Reisebericht zum Besten geben und würde mich freuen wenn ihr wieder dabei seid…

In diesem Sinne bis zum nächsten Mal!

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Von Glenfinnan über das Tal der Tränen Richtung Oban – SCO 2015

Die letzten Tage brachen an. Nach der Isle of Sky konnte es ohnehin nicht besser werden. Das Wetter zumindestens nicht. Ich wollte unbedingt das Viadukt von Glenfinnan sehen. Dort fährt der Zug in Harry Potter Richtung Hogwarts. Was rein von der Strecke eigentlich nicht möglich wäre da sie ja von Bahnsteig 9 3/4 in London abfahren und Hogwarts das Alnwick Castle in Northumberland ist. Da kommt man nie im Leben in Glenfinnan vorbei. Aber ich möchte ja nicht kleinkariert erscheinen. Wir fuhren also ein stück der Road to the Islands Richtung Mallaig entlang bis wir am Glenfinnan Monument ankamen. Dahinter baute sich das Viadukt auf.

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Man muss sich jetzt nur eine Dampflok darauf vorstellen dann wäre es richtig spektakulär!
Wir machten noch einen Anstecher nach Glencoe. Ins Tal der Tränen wie es im Volksmund heisst. Dort wurde ein ganzer Clan hinterrücks von einem anderen Clan im Auftrag der Krone nachts nach einem Clanfest im Schlaf massakriert.  Nicht so schön das Ganze..

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Dem uneinnehmbaren Castle Stalker statteten wir ebenfalls noch einem Besuch ab.

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Ein paar 3200 alte Steine bei Kilmartin durften natürlich auch nicht fehlen.

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Weiter ging es in die südwestlichen Highlands. Nach Oban. Kurz vor der Ortseinfahrt knallte es gewaltig. So ein blöder italienischer Wohnmobilfahrer war zu weit in unsere Spur gefahren und hatte unseren Außenspiegel demoliert. Bei uns war gott sei dank nur das Glas gesprungen bei ihm hoffentlich der ganze Spiegel zertrümmert. Wir werden es wohl nie erfahren da er und auch wir weiterfuhren. Oban war ein netter quirliger Ort mit einem schönen Hafen.

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Wir durchfuhren den Ort lediglich auf dem Weg zu unserem Campingplatz.  Der war zwar dchön gelegen aber ziemlich in die Jahre gekommen. Desweiteren konnte man das Wasser dort nicht benutzen da es mit Bakterien kontaminiert war. Na herrlich!

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Isle of Sky – Close to heaven – SCO 2015

Endlich waren wir auf der Isle of Sky. Hierhin wollte ich unbedingt und es hat sich definitiv gelohnt. 2 Tage befuhren wir diese Insel der Hebriden. Die Insel hat ihren ganz besonderen Charme.

Über eine zerklüftete Küste vorbei an der beschaulichen Inselhauptstadt Portree gelangt man zu den Naturschönheiten dieser Insel.
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Den Old Man of Storr zum Beispiel. Eine Verschiebung der unteren Sedimentschichten ließ hier vor Millionen von Jahren die Basaltdecke aufbrechen und die Felsnadel von Storr und Quiraing absplittern. Diese Formation sieht schon beeindruckend aus. Man kann den Storr selbstverständlich bewandern aber das Wetter und meine fehlende Kondition machte uns dann doch einen Strich durch die Rechnung.

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Weiter ging es zum Kilt Rock. Diesen Namen hat der Fels, na warum wohl? Ja genau weil er angeblich aussieht wie ein schottischer Kilt. Steil abwärts stürzt sich der Meat Falls ins Wasser.
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Das Wetter verbesserte sich als wir am Staffin Bay ankamen. Schon John Lennon verbrachte hier als Kind und später zusammen mit Yoko, seine Urlaube.
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Über das Tal der Feen bzw dem Quiraing – Massiv mit 15 % iger Steigung ( armer Clay ) gelangten wir an die Westküste nach Uig.

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Wir fanden einen Campingplatz.

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Leider gab es dort gegen Abend eine Invasion französischer pubertierender Halbwüchsiger die sich einen Spaß draus machten ein gröhlendes kreischendes Spiel zu spielen und mich extrem damit zu nerven. Im Alter wird man eben intoleranter. . Aber dennoch schlief ich wie immer gegen 22 uhr ein. Von Uig aus hätte man mit der Fähre nach Lewis übersetzen können, leider nicht für uns, die Zeit wurde langsam knapp.
Am nächsten Tag durfte ich mich erst einmal als Schafstreiberin bewähren.
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Auf Single Tracks ist es nicht ganz so gefährlich da man für gewöhnlich langsam fährt aber wenn dir so ein Schaf nach einer scharfen Kurve auf der Hauptstrasse im Weg steht geht dir echt die Düse. Bisher hatten wir Glück, nur einmal wäre es fast soweit gewesen, glücklicherweise hat sich das Schaf noch rechtzeitig getrollt. Die ganzen toten Hasen die man hier ständig sieht scheinen nicht soviel Glück gehabt zu haben.
Über Dunvegan gelangten wir schließlich zum Nest Point.
Das Castle in Dunvegan gab’s diesmal nur von außen.
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Eine atemberaubende Landschaft. (Wie oft hab ich eigentlich in diesen Berichten bereits atemberaubend und beeindruckend geschrieben??)
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Am Nest Point gibt es einen verlassenden Leuchtturm. Diesen kann man nur von außen besichtigen aber die Umgebung ist der Hammer!

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Wer einmal die Gelegenheit bekommen sollte diese Insel zu besuchen, nur zu es lohnt sich wirklich! Hier noch einige Eindrücke dieser wunderschönen Insel.
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Weiter ging es die Westküste entlang über die Cullins in den Süden der Insel. Eigentlich wollten wir die Fähre nach Mallaig nehmen um uns ca 200 km zu sparen. Die Fähre erreichten wir auch rechtzeitig nur war sie leider schon voll. Wir beschlossen die 1 1/2 Stunden nicht abzuwarten sondern über die Glen Shields nach Fort William und somit zum Ben Nevis zu fahren. Zwar 170 km aber wir schafften es sogar in 2 Stunden.

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Am Fuße des Ben Nevis bezogen wir Quartier.

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Auf dem Weg Richtung Sky – SCO 2015

Wir fuhren erst einmal nach Gairloch. Ein nettes Örtchen am Ende der Welt. Die Strecke führte am Loch Marre entlang. Links und rechts konnte man das Massiv von Wester Ross bestaunen. Das Wetter war schottisch, es nieselte und die Sicht war leider etwas eingeschränkt.

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In Gairloch selbst gab es einen schönen Strand. Bei gutem Wetter hat man von hier eine super Sicht auf die Isle of Sky.

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Auf dem Rückweg machten wir einen kurzen Stopp bei den Victoria Falls. Nicht gerade die Niagarafälle aber trotzdem ganz nett anzuschauen.

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Ganze 100 Kilometer schafften wir an diesem Tag. Und ein Castle durfte natürlich nicht fehlen. Eilean Donan Castle. Romantisch am Loch Droich gelegen.  Zu Hagens Freude war es sogar noch ganz und wir zahlten dann doch die 7 Pfund um mal mehr zu sehen als nur einen Haufen Steine. Man kann sagen es lohnte sich. Die ausgestellten Räume waren liebevoll dekoriert. Diesmal hielt ich mich auch an das bitte nicht fotografieren Schild. Bis auf eins das musste ich schießen.

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Aber das tut schließlich niemandem weh.

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Das Wetter wurde zunehmend besser.  Es blinzelte immer mehr die Sinne heraus auf dem Weg zum Glen Shield mit den Five Sisters. Leider fuhren wir nur bis kurz hinter Shield Bridge da wir unbedingt noch was einkaufen mussten und laut Navi der nächste Supermarkt in dieser Richtung erst in 50 km kommen sollte. Da aber Sky genau in der entgegen gesetzen Richtung lag mussten wir wohl oder übel umdrehen. Schade diese Gegend sah sehr vielversprechend aus. Das nächste Mal. Wir fanden einen kleinen Spar (die Versorgung im Westen der Highlands mit Lebensmitteln ist sehr dürftig ) und fuhren in der Nähe einen Campingplatz an.

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Eine königliche Aussicht – SCO 2015

Wir starteten recht früh an diesem Tag.  Schließlich gab es viel zu sehen in diesem schönem Land. Zuerst statteten wir dem Queens View einen Besuch ab. Königin Isabella die 1. Frau von Robert the Bruce kam sehr gerne wegen dem Blick über den Lake Tummel hierher. Auch Queen Victoria war hier und hat sogar einen Brief von hier abgeschickt. Wow! Aber ehrlich die Aussicht ist wirklich sehr schön.

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Der Weg führte uns weiter über einen Single Track nach Braemar. Im August finden hier die Highland Games statt. Im Juli ist hier nicht wirklich viel geboten außer einem Castle welches wir aber links liegen lassen. Der Weg hierher ist wirklich atemberaubend. Man schneidet den wunderschönen Nationalpark von Cairngorm Mountains an. Hohe Gipfel, grasende Schafsherden, Einsamkeit. Das ist Schottland wie man es sich vorstellt. Kaum ein Fahrzeug war unterwegs.

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Das genaue Gegenteil trifft uns als wir Balmoral Castle anfahren. Da das Castle nur von April bis Ende Juli geöffnet hat, strömen unzählige Touristen hierher. Da unser Pass hier nicht galt beschlossen wir die 12 Pfund pro Person lieber in etwas sinnvolleres zu investieren. Wenn man einen solchen Pass hat wird man ziemlich knauserig, extra Kosten will man irgendwie nicht aufbringen. Wir würden schon noch irgendwo anders vorbei kommen. Und das war auch so. Wir kamen an einer hübschen Ruine vorbei. Kildrummy Castle wird als edelste Ruine Schottlands bezeichnet. Ja doch wirktesehr edel für ein Haufen alter Steine.

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Ich wollte ans Meer also fuhren wir weiter Richtung Banff. Der Ort selbst hatte nicht allzu viel zu bieten. Also gings gleich ans Meer. Leider fehlte ein Sandstrand aber dennoch war es ganz schön anzuschauen.

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Unser Endziel war Lossiemouth. Dort suchten wir uns einen schönen Platz und ließen es für den Tag gut sein.

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Das schmachvollste Schlachtfeld der Schotten und eine Überdosis Nessi – SCO 2015

Wir schreiben das Jahr 1746. Bonnie Prince Charlie, der rechtmäßige Erbe auf den Thron von Schottland möchte mit Hilfe seiner Armee aus verschiedenen Clans die verhassten Rotröcke aus seinem Land vertreiben und zusätzlich auch noch den englischen Thron beanspruchen.  Er hatte sich enorm viel vorgenommen. Tausende Männer standen sich gegenüber.  Treffpunkt hierfür war ein Feld nahe dem Örtchen Culledon.  Binnen 40 Minuten hatte die englische Armee die Highlander niedergeschlagen und Bonnie Prince Charlie aus dem Hause Stuart floh nach Frankreich.  Die Clans hatten weniger Glück. Die Toten wurden in Massengräbern verscharrt und die Überlebenden hatten von da ab das Kreuz der Schmach zu tragen. Desweiteren wurden Dudelsack, Kilt und Tartans verboten.  Einige wurden aus ihrem angestammten Land vertrieben.  Sprich eigentlich war es das Ende der Clans und somit der Highlander wie man sie aus den Geschichten kennt. 100 Jahre später wurden auf dem Culloden Battlefield zu Ehren der gefallenen Clans Gedenksteine aufgestellt die man im heutigen Besucherzentrum besichtigen kann.

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Ein Besuch lohnt sich meiner Meinung nur wenn man den Eintritt in einem Pass inkludiert hat. Oder wenn man sich für die schottische Geschichte interessiert. Ich fand die Rinder auf der angrenzenden Weide interessanter aber ich bin ja auch eher ein Banause..

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Nächster Punkt auf der Tagesordnung war Loch Ness. Über Inverness  (Partnerstadt von Augsburg! )gelangten wir ab dieses wohl bekannteste Loch in Schottland.

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Nessi ist hier wirklich allgegenwärtig.  Ob im Kreisverkehren als Hotel oder Frittenbude überall ist dieses Ungeheuer zu sehen. Ich empfand es eher als ziemlich übertrieben aber als Tourist muss man das ja alles mitnehmen.

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Wir hatten noch ein weiteres touristischen Highlight zu absolvieren.  Das Urquarth Castle direkt am Loch Ness. Wow soviele Menschen auf einmal hatte ich nicht mal in Edinburgh gesehen. Dutzende Busse und Autos belagerten den Parkplatz. Auf den zweiten Versuch schafften wir dann doch noch in eine Lücke zu quetschen und uns ins Getümmel zu werfen.  Ja es ist schon schön dort. Aber ganz ehrlich Schottland bietet zig solcher Ruinen da kann man sich das hier wirklich sparen..

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Die Fotos täuschen es war wirklich eine Menge los.

Aus taktischen Gründen bzw. weil ich Angst hatte die Isle of Sky zu verpassen beschlossen wir den Norden Schottlands auszulassen und gleich in den Westen überzusetzen. Schottland wie man es erträumt war wieder da. Die Strecke führte uns nach Kinlochewe. Hier beginnt das Beinn Eighe Natur Reservat mit seiner beeindruckenden Landschaft.  Unser Nachtlager war schnell gefunden.

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Abschließend noch dad Bild des Tages :

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Über eine Ananas, William Wallace und Jamie Fraser – SCO 2015

Ich musste wohl oder übel einsehen, meine vorgefertigten Routen ließen sich nie und nimmer verwirklichen. Ist schon seltsam wie langsam man hier vorankommt. Selbst auf den Single Tracks geht es schneller voran als auf einer, wie man es hier nennt, Second Street. Unser erster halt war ein „Geheimnitipp“ aus dem Internet. Gleich so geheim das wir ihn zuerst nicht finden konnten. Als wir endlich die minimalistische Einfahrt fanden hatte Hagen dann doch Angst um unsere Dachboxen und wir mussten ein gutes Stück zu diesem Anwesen laufen. Das Pinnapple House wurde im 18. Jahrhundert erbaut und diente dazu, ja genau, Pinnapple anzubauen. Nicht gerade geschichtlich wertvoll aber ich fand die Idee recht witzig, deshalb wollte ich es mir unbedingt anschauen.

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Über den Rasen zu rollen haben wir dann doch bleiben lassen. Ich hatte bereits nasse Füße in meinen ach so tollen neien outdoor Schuhen. Man sollte doch nicht nach der Optik kaufen. Ausserdem roch es in der Eingangshalle eher nach Bahnhofsklo deshalb verweilten wir hier nicht besonders lange.

In der Nähe befand sich das William Wallace Monument. Ein Turm hoch oben auf einem Berg mit Blick auf Sterling dem Loch und Ben Lochmond. Leider war das Wetter sehr neblig. Sprich von der Aussicht hätten wir wohl nichts. Wir beschlossen den Berg dennoch zu erklimmen. Die Speedroute sollte ausreichen. Ich hatte so einige Probleme mit dem Aufstieg. Während Hagen wie ein junger Gamsbock den Berg hochtrippelte schleppte ich mich mit pfeifender Raucherlunge nach oben. Ich denke den Aufstieg von Ben Nevis kann ich definitiv vergessen. Oben angekommen wurde ich aber mit einem architektonisch ansprechenden Bauwerk entlohnt.
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Da unser Pass hier nicht galt (hätte ich ja auch früher mal nachschauen können) sparten wir uns den Besuch des Inneren und genossen noch ein wenig die leider abgespeckte Aussicht.
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Doune Castle stand als nächstes auf dem Plan. Das Castle diente unter anderem als Filmkulisse für Monty Python’s Ritter der Kokosnuss. NIE NIE NIE! Und meinem persönlichem Favoriten Outlander! Ach ja Jamie! Jamie wer? Na der hübsche Highlander aus der Serie Outlander! Gut ist doch eher was für die weibliche Bevölkerung. Hagen hatte nach vier Folgen keine Lust mehr drauf. Zuviel BlaBla. Aber ich fieberte jede Folge herbei und freute mich einen Original Drehort besuchen zu können auch wenn leider die Crew nicht anwesend war. Eine Audiotour im Stil von Monty Python führte uns durch das Anwesen. Sehr unterhaltsam und witzig gemacht.
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Wir ließen Jamie und Claire hinter uns und machten uns auf dem Weg zu unserem Endziel Pitchory auf. Aussagspunkt zu unserem erstem Ziel am nächsten Tag der Queens View.

Edinburgh oder wie mich die Kronjuwelen kostbare Zeit gekostet haben – SCO 2015

Heute stand die Stadt der sieben Hügel auf dem Plan. Ich selbst habe gerade einmal 2 gezählt aber das muss ja nichts heißen. Wir kamen recht früh vom Campingplatz los. Was bei uns eigentlich nicht die Regel ist. Gerne vertrödeln wir den Morgen und fragen uns wo denn bitteschön die Zeit schon wieder geblieben ist. Naja ich bin ja eigentlich immer gegen 7 Uhr wach aber gut lassen wir das. Da wir ja eine Nacht auf dem Platz verlängert hatten konnten wir mit den Bus in die Stadt chauffieren und das Wohnmobil sicher auf dem Campingplatz zurück lassen. Bus fahren im Schottland ist schon was besonderes. Erstens die nehmen keine Scheine (kostete uns nochmals bisschen Zeit da ja erst einmal das passende Kleingeld aufgetrieben werden musste) und zweitens gibt es alle 25 m eine Haltestelle. Echt kein Witz der Bus hält alle 25 m!!!! Anstatt das man 3 auslässt und der faule Bürger etwas weiter läuft.. aber gut ist ja nicht meine Entscheidung. Wir kamen also in der City nach gefühlten 324 Stopps an. Gleich zu Beginn wurden wir mit einem Dudelsackspieler willkommen geheißen. Noch konnte ich mich darüber freuen nach einem Tag mit ständigem gedudel als allen Ecken geht einem das dann doch dezent auf die Nerven. Aber das gehört wohl dazu.

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Touristenscharen quetschen sich in Richtung Castle. Da wir einen Historic Visitor Pass haben mussten wir das Eintrittsgeld von 25 Euro natürlich mitnehmen. Noch 2 Sehenswürdigkeiten und der Pass hat sich schon gelohnt. Wenn man einen solchen Pass nicht besitzt sollte man das Castle eher aussparen. Viel zu viel Gedränge. Und sooo spektakulär ist es auch nicht. Wir schleppten uns also durch die Massen und hatten eher Spaß am beobachten der Touris als an den gebotenen Attraktionen selbst..

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Wir beschlossen uns wenigstens die Kronjuwelen anzuschauen. Das war ein großer Fehler.. man wurde im Schneckentempo durch Räume geführt in denen lebensgroße Puppen die schottische Geschichte nachstellten. Da es aber so ein Gedränge wahr konnte ich mich nur darauf konzentrieren niemanden in die Hacken zu steigen. Wenn ein Feuer oder eine Panik ausgebrochen wäre, wärs echt vorbei gewesen. Das freundliche Don’t make a picture einer aufgeblasenen Touristin hab ich mal gekonnt überhört..

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Nach gefühlten 2 Stunden erreichten wir den Raum mit der Krone dem Schwert und dem Zepter. Diese waren 111 Jahre in einer Truhe verwahrt worden bis 1808 Sir Walter Scott! die Erlaubnis bekam sie zu öffnen. Nun hatten die Schotten ihre kostbaren Juwelen wieder. Was ihnen aber nicht wirklich was nutzte denn es gab ja bekanntlich nie wieder einen schottischen König. Ganz Klasse! Ich will diese 45 Minuten meines Lebens wieder zurück! Selbst wenn es kostenlos war.
Weiter ging es über die beeindruckende Royal Mile zu den anderen Sehenswürdigkeiten dieser Stadt. Eine Kirche da eine Kirche dort und ach da war ja noch eine Kirche! Und ein Friedhof besser gesagt der Friedhof von Geyfriars Kirk. Nachts kann man Führungen machen abgeblich begenet man dem unfreundlichen Mackkenzie Poltergeist. NEIN DANKE!!!

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Es gibt noch eine Geschichte über diesen Friedhof nämlich über Bobby den Hund. Diese Geschichte find ich ja schon mal wieder süß. 14 Jahre! lang soll eben dieser Hund nicht von dem Grab seines Herrchens gewichen sein bis er selbst starb. Ihm zu Ehren hat eine wohlhabende Bürgerin eine Statue vor der Kirche aufstellen lassen.

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Sachen gibts.. wir ließen die Stadt noch ein wenig auf uns wirken..

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Zum Abschluss besuchten wir noch einen Streetmarket auf dem leckere glutenfreie Arepas angeboten wurden. Da konnte ich nicht nein sagen..

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Fazit: Edinburgh ist definitiv eine schöne Stadt und sollte einmal besucht werden.

Von William Wallace und anderen Helden – SCO 2015

Gott mein Rücken brachte mich nach dieser Nacht fast um. Diese Federn die sich in mein Kreuz gebohrt hatten waren Gift für meinen Kadaver.  Ich musste um einigermaßen klar zu kommen erst einmal den Massagestuhl auf Deck 11 aufsuchen.  Danach fühlte ich mich wie neu geboren.. England begrüßte uns mit typischem britischem Wetter. Grau und Regen aber das erwartet man schliesslich auch. Die Ausschiffung zog sich hin. Da jedes Auto an der Border control die Pässe her zeigen mussten brauchten wir ca 1 Stunde bis wir das Hafengelände verlassen konnten. Und natürlich gleich zu Beginn in dreispurigen Kreisverkehren mit ups ja genau linksverkehr. Hagen hatte aber weniger Probleme damit als ich und da er fuhr war das natürlich sehr vorteilhaft. Erste Stadion war Jedburgh Abbey. Vorher kamen wir noch am berühmten Border Stone mit dem obligatorischen Dudelsackspieler vorbei.

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In Jedburgh suchten wir das Kloster auf. Naja im 12. Jahrhundert war es mal eins mittlerweile ist es nur noch ein Gerippe. Die Augustiner Mönche hatten dort ihren Sitz. Die Audiotour hat noch einige Infos mehr hergegeben aber irgendwie hab ich nicht wirklich aufgepasst. Wen es interessiert Google sei dein Freund.

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Weiter ging es zur nächsten Ruine. Dryburgh Abbey. Noch verfallener aber mit weitaus mehr Charme. Dort befindet sich auch das Grabmal von Sir Walter Scott. Ein Held für Schottland aber auch hier wieder bitte wen es interessiert einfach mal googlen.

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Weiter ging es zum nächsten Helden. William Wallace dürfte jedem der sich bei Braveheart die Augen ausgeweint hat bestens bekannt sein! Ihm zu Ehren wurde eine Statue errichtet diese galt es zu besuchen. Durch einen kleinen Waldpfad gelangten wir zu dieser doch sehr beindruckend großen Statue.

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Leider weiß man ja wie er sein Leben ließ. Sein gebrülltes Freiheit klingelt noch in meinen Ohren als wir den Rückweg zum Wohnmobil antreten. Unser letzter Stop vor Edinburgh führte uns zu Scotts View. Eben dieser Sir Walter Scott desen Tafel ich in der Abbey zwar fotografiert aber nicht gelesen habe saß hier gerne rum und hat sich die Landschaft angeschaut. . Warum auch immer. . Zwar ganz nett aber ich hab schon schönere Ausblicke genossen.

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Naja es gab damals ja auch noch kein Fernsehen da musste man sich eben so seine Zeit vertreiben. .
Auf direktem Wege (über Stock und Stein und eher schlechten Straßen ) ging es nach Edinburgh. Wir brauchten für die 70 km ewig. So kamen wir erst gegen halb 6 am Campingplatz an. Um der Stadt noch einen Besuch abzustatten war es eigentlich schon zu spät. Deshalb beschlossen wir einen Tag länger zu bleiben um gemütlich die Stadt zu erkunden. Musste eben Glasgow dran glauben um den Tag wieder reinholen zu können. Soll ja ohnehin nicht sooo toll sein. Den Abend beschließen wir nun mit, passend zum heutigen Tag, Braveheart in der extended Version.

Die Reise beginnt – SCO 2015

Endlich ging es wieder los! Nach höllischer Hitze auf dem brutalsten Acker Deutschlands bzw dem With full Force trieb es uns nach Schottland. Gestern ging es los. Wir ließen 40 Grad im Schatten, ein Gewitter mit apokalyptischen Ausmaß,  Dreck, Lärm und Niveau-Limbo hinter uns und machten los gen Amsterdam. Die Fahrt war ziemlich anstrengend. Also für Hagen der alleine die 650 Kilometer wuppen musste, da ich immer kurz davor war einzuschlafen. Wir schafften es tatsächlich nach 11 Stunden  (Clay macht maximal 100 km die Stunde) auf den Stellplatz mitten in Amsterdam. 25 Euro die Nacht da kann man echt nicht meckern! Wir beschlossen noch was Essen zu gehen und das RedLight Viertel aufzusuchen. Wenn man schon in Amsterdam ist sollte das nicht fehlen.

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Wir irrten nach dem Essen ein wenig umher. Hagen meinte noch zu wissen wo genau es sich befindet da wir vor einigen Jahren Silvester hier verbrachten.  Ich war ein wenig skeptisch da sein Gedächtnis normalerweise im Bezug auf Orte die er bisher besucht hat  nicht das Beste ist. Scheint also doch Eindruck hinterlassen zu haben. Oder auch nicht wir fanden es erst mit Hilfe von Google Maps.

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Vom Geruch der kiffenden Touris war ich schon ganz benebelt. Trotzdem machten wir noch eine kleine Schaufenstertour und sahen uns die käuflichen Frauen näher an. War nix gscheites dabei. Viel zu künstlich!

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Da uns auch keine Show mehr reizen konnte (4 Tage Festival schlauchen schon gewaltig wenn man keine 20 mehr ist) beschlossen wir dann doch recht früh wieder zurück zum Wohnmobil zu fahren und diesen Tag zu beenden.

Die Überfahrt nach Schottland stand an. Bevor wir eingeschifft haben gings an den Strand am Hafen. Ganz nett aber ich hab schon schönere in meinem Leben gesehen.

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Just in diesem Moment liege ich in unserer Kabine im Stockbett und tippe etwas umständlich den Reisebericht auf dem Handy. Ich will nicht erwähnen wer das Ladekabel für den Laptop vergessen hat. Ich wars jedenfalls nicht. Bis auf ein wenig Shopping (Bier natürlich ) ist noch nicht viel passiert. An Deck hab ich mir ein wenig die Zeit mit einem sehr ansehnlichem Model vertrieben.

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Wenn einem langweilig ist nimmt man was man kriegt. ..

Mit einem sauteurem aber wirklich gutem Abendessen an Bord lassen wir den Abend ausklingen. Trotz Motorengeratter und rumgeschaukel schlaf ich zügig bzw komatös ein.